Nachbericht zu:

Erfolgsstrategien fuer KMU

Mit dieser Veranstaltung in Kooperation mit der Erste Bank richtete sich Strategie Austria ganz gezielt an Geschäftsführer und Inhaber von Klein(st) und Mittelunternehmen, die noch nicht so viel oder gar keine Erfahrung mit strategischen Prozessen haben.

Anhand der Erfahrungen des Kärntner Unternehmers Karl Nussbaumer, der 2012 nach der Übernahme des elterlichen Hafnerbetriebs den Betrieb neu positionierte und restrukturierte, schilderte er gemeinsam mit seinem Unternehmensberater Christoph D. Albrecht, MBA, CMC von AC Consulting den strategischen Prozess mit all seinen Herausforderungen, Chancen und Potentialen und diskutierte diese Erfahrungen mit den rund 30 Teilnehmern aus verschiedensten Branchen bei einer halb-tägigen Veranstaltung am Erste Bank Campus.

Die Erfolgskiller

In seinem ersten Impuls erklärt der Unternehmensberater Christoph D. Albrecht die Erfolgskiller von Strategien:

  • Keine Zeit dafür – im operativen Geschäft gibt es zu viel zu tun!
  • Der Glaube es läuft eh alles gut, also warum verändern?
  • Die Scheu aus der Komfortzone zu kommen – „wir haben das schon immer so gemacht“

Christoph Albrecht erklärte, dass es die Eier legende Wollmilchsau als die EINE Universal-Erfolgsstrategie nicht gibt. Was es aber gibt, ist ein bestimmtes und erfolgsentscheidendes Verhalten der der Erfolgsstrategie von vielen Unternehmen zugrunde liegt:

„… das (re) aktive, zukunftsorientierte Steuern von Veränderung“

Die einzige Konstante ist Veränderung

4 Schlüsselfelder eines Unternehmens sieht Christoph D. Albrecht ständig am Prüfstand:

  • Nutzenversprechen/ Wertschöpfung
  • Kernkompetenz
  • Ertragslogik
  • Vermarktung

Denn die einzige Konstante ist der ständige Wandel und dadurch die Notwendigkeit sich als Unternehmen immer wieder „neu“ zu erfinden, frühzeitig Marktchancen und Risiken erkennen. Dafür bedarf es Mut neue Wege zu gehen und der Veränderung aktiv zu begegnen.

Externe Einflüsse für Veränderung

Als wesentliche externe Einflüsse für Veränderung, der Unternehmen ausgesetzt sind, identifiziert Albrecht:

  • Technologie/ Digitalisierung
  • Verändertes Konsum- und Lebensverhalten
  • Verändertes Branchen- und Wettbewerbsverhalten

In Gruppen wie im Plenum diskutierten die Teilnehmer folgend, wo sie selbst im strategischen Wandel gerade stehen und welchen Herausforderungen sie dabei begegnen.

Als weiterer Programmpunkt erzählte Karl Nussbaumer wie er den Herausforderungen bei der Übernahme des Familienunternehmens begegnet ist und wie er sich dazu entschloss mit Hilfe des Unternehmensberaters Christoph D. Albrecht einen Strategieprozess zu initialisieren. Dieser sollte seinem Unternehmen Kuttnig GmbH wieder Wachstumschancen bringen und hat das Unternehmen innerhalb von 4-5 Jahren zum Marktführer in der Region gemacht. Untermauert wurden die Ausführungen mit konkreten Betriebsergebnissen in Folge der Strategiearbeit.

Besonders spannend auch die Diskussion der Frage, die wohl viele Kleinunternehmer beschäftigt, wie Karl Nussbaumer, der rund um die Uhr operativ in den Betrieb einbezogen war, die Zeit fand, sich dem strategischen Prozess mit genug Aufmerksamkeit zu widmen.

Erfolgsformel DN + R + K = E

Nach der Pause inspirierte Christoph D. Albrecht wieder mit einem Impuls über Grundlagen zu strategischen Prozessschritten und erklärte die Erfolgsformel: (Differenzierung-Nutzen) + Relevanz + Kontinuität = Erfolg

Aus seinem Methodenkoffer stellt dann Albrecht eine Möglichkeit der methodischen Ermittlung von neuem Kundenutzen vor: die Käufer-Nutzer Matrix, mit der anhand der Phasen der Customer Journey mögliche Pain Points, um somit Lösungen zur Verbesserung des Kundennutzens erarbeitet werden können.

Nachdem in 4 Gruppen anhand verschiedenster Branchen, wie Baumarkt, Reise-, Möbel-, Schuhbranche die Anwendung der Käufer-Nutzen Matrix selbst ausprobiert werden konnte und zur Anwendung im eigenen Unternehmen diskutiert wurde, erfolgte ein gemütlicher Ausklang & Gedankenaustausch beim Buffet mit Blick über Wien.

Zu den Fotos